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Microsoft Windows

unbeaufsichtigte Installation von Kodi unter Windows

Vorab: Bei Verwendung der hier genannten Skripte und eventuell resultierenden Schäden übernehme ich keine Haftung. Jegliche Verwendung erfolgt auf eigene Gefahr.

 

Zur unbeaufsichtigten Installation und Deinstallation von Kodi gibt es ein paar Möglichkeiten dies auszuführen.

Wichtig ist vorab die Logik zur Konfiguration von Kodi zu verstehen. Die zusammenfassend sind:

  • eine Installation von Kodi im Silent Mode kann mit dem Argument /S durchgeführt werden
  • Anpassungen von Kodi werden unter Windows unterhalb %appdata% des jeweiligen Benutzers gespeichert
  • für eine angepasste Installation und Konfiguration müssen alle wichtigen Dateien zu den vorgenommen Anpassungen erkannt und gespeichert werden. Dies kann ggf. nur durch ausprobieren erfolgen
  • teilweise können Konfigurationsdateien aus älteren Kodi-Versionen problemlos übernommen werden. Ggf. erfolgt eine automatische Aktualisierung einiger Dateien, wie db-Dateien

In meinem Fall wurde ein Kodi in Version 17.6 verwendet. Abweichend zur Standardinstallation liegen Anpassungen zur Verwendung von tvheadend (pvr.hts), deutscher Oberfläche, dem Skin, reduzierten Menüs (keine Bilder, keine Musikdatenbank, keine Videodatenbank), reduzierten Benutzerrechten (aktiviertem Master-Password) und Verwendung einer Hama-Fernbedienung vor. In diesem Fall sind die Anpassungen in den folgenden Dateien gespeichert:

Wie kann nun die unbeaufsichtigte Installation erfolgen?

Zunächst kopieren wir das Verzeichnis kodi aus %appdata% bzw. c:\users\<dein benutzername>\AppData\Roaming in eine geeignete Freigabe (bei Verwendung meiner Skripte zusätzlich in den Unterordner appdata) auf einem Server und löschen alle nicht relevanten Dateien und Ordner in der Kopie. Wer Anpassungen in weiteren Addons durchgeführt hat, muss speziell die Dateien unterhalb …\kodi\userdata\addon_data berücksichtigen.

Anschließend kann die Verteilung automatisiert über eine Gruppenrichtlinie (gpo) oder wie in meinem Fall über einen Remoteinstallationsserver (Remote Installer von Firma emco software: https://emcosoftware.com/) erfolgen. Vorteil ist die Installation und Aktualisierung von Programmen zum laufenden Betrieb.

Anbei die von mir selbst erstellten Skripte. Die Verwendung mit diesen Skripten bei Installation von Kodi 17.6 war bisher unter Windows 10 problemlos. Unter Windows 7 gab es wenige Rechner wo die Installation nicht möglich war, da ein notwendiges Windows-Update nicht installiert werden konnte (bei manueller Installation erscheint eine Fehlermeldung die mit <Enter> bestätigt werden muss). In diesem Fall und Einsatz von Gruppenrichtlinien würde die Installation nicht erfolgreich sein und erst nach 15 Minuten zum Rechnerstart die Installation abgebrochen werden. Daher empfehle ich unter Windows 7 Kodi 16.

Anbei die drei Skripte, welche in der Freigabe gespeichert werden. In diesem Verzeichnis gibt es die Installationsdatei kodi-17.6-Krypton-x86.exe und das Unterverzeichnis appdata mit den entsprechenden Dateien vom kodi (<Verzeichnis als Freigabe>\appdata\kodi).

Hinweis: In meinen Skripten ist das Verzeichnis kodi unterhalb %appdata% weiterhin vorhanden!

 

install_kodi.bat

@echo off

set "install_file=%~dp0kodi-17.6-Krypton-x86.exe"
set "refresh_appdata_script=%~dp0kodi_refresh_appdata.bat"
set "win10_kodi_lnk=C:\ProgramData\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\Kodi\Kodi.lnk"


:KILL_KODI_PROCESS
taskkill /F /IM kodi.exe /T > nul


:INSTALL_KODI
"%install_file%" /S


:REFRESH_APPDATA_KODI
call "%refresh_appdata_script%"


:CREATE_KODI_LNK
REM needs admin rights
if EXIST "%win10_kodi_lnk%" (

xcopy "%win10_kodi_lnk%" "%allusersprofile%\Desktop" /R /Y > nul

)

 

kodi_refresh_appdata.bat

@echo off

set "appdata_source=\\<servername>\kodi$\appdata"

if NOT "%ProgramFiles(x86)%" == "" (
if EXIST "%ProgramFiles(x86)%\kodi\kodi.exe" GOTO REFRESH_APPDATA_KODI
) else (
if EXIST "%ProgramFiles%\kodi\kodi.exe" GOTO REFRESH_APPDATA_KODI
)

GOTO END


:REFRESH_APPDATA_KODI
if NOT "%appdata_source%" == "" (
for /F "delims=*" %%a in ('dir /B c:\Users ^| find /V /I "TEMP" ^| find /V /I "Public" ^| find /V /I "Default.migrated"') do (
if EXIST "c:\users\%%a\AppData\Roaming\" (
echo try: xcopy "%appdata_source%" "c:\users\%%a\AppData\Roaming\" /E /C /I /R /Y
xcopy "%appdata_source%" "c:\users\%%a\AppData\Roaming\" /E /C /I /R /Y
)
)
)

:END

remove_kodi.bat

@echo off

set "win10_kodi_lnk=C:\Users\Public\Desktop\Kodi.lnk"


:KILL_KODI_PROCESS
taskkill /F /IM kodi.exe /T > nul


:START_UNINSTALL_KODI
if NOT "%ProgramFiles(x86)%" == "" (
if EXIST "%ProgramFiles(x86)%\kodi\uninstall.exe" ( "%ProgramFiles(x86)%\kodi\uninstall.exe" /S )
) else (
if EXIST "%ProgramFiles%\kodi\uninstall.exe" ( "%ProgramFiles%\kodi\kodi.exe" /S )
)

:CLEAN_APPDATA_KODI

for /F "delims=*" %%a in ('dir /B c:\Users ^| find /V /I "TEMP" ^| find /V /I "Public" ^| find /V /I "Default.migrated"') do (
if EXIST "c:\users\%%a\AppData\Roaming\Kodi" (
echo try: rmdir /S /Q "c:\users\%%a\AppData\Roaming\Kodi\"
rmdir /S /Q "c:\users\%%a\AppData\Roaming\Kodi\"
)
)

:REMOVE_DESKTOP_LINK
if EXIST "%win10_kodi_lnk%" (
del "%win10_kodi_lnk%"
)

 

Anbei ein paar Erläuterungen zum Skript install_kodi.bat:

  • %~dp0 bedeutet das Verzeichnis indem sich die install_kodi.bat befindet
  • %~dp0kodi-17.6-Krypton-x86.exe ist somit bei Ausführung \\<servername>\<freigabe>\kodi-17.6-Krypton-x86.exe
  • zu Beginn wird ein ggf. bestehender Kodi-Prozess beendet
  • die Installation von Kodi mit Option /S wird durchgeführt (großes S !!!)
  • kodi_refresh_appdata.bat wird gestartet
  • Verknüpfung zum Aufruf von Kodi wird auf den Desktop für alle Benutzer kopiert
  • mit diesem Skript kann auch eine Aktualisierung oder Neuinstallation von Kodi erfolgen

Ein paar Erläuterungen zum kodi_refresh_appdata.bat:

  • zu Beginn wird das Verzeichnis mit der AppData-Kopie von kodi definiert
  • Hinweis: sofern mehrere Verzeichnisse mit abweichender AppData-Kopie definiert werden müssen (Beispiel mehrere TVHeadend-Server), kann dies ggf. durch Abgleich mit dem Standardgateway erfolgen:
    ipconfig | find /I „192.168.x.x“ if %ERRORLEVEL% == 0 ( set „appdata_source=\\<servername>\kodi$\appdata_standort1“ )
  • es wird geprüft ob Kodi installiert ist und wenn ja werden die Kodi-Konfigurationsdateien für alle Benutzer auf dem jeweiligen System (außer Public, Temp und Default.Migrated) aktualisiert
  • dieses Skript kann separat bei einer bereits erfolgten Installation zur Konfigurationsaktualisierung verwendet werden
  • die Verwendung erfordert vollen administrativen Zugriff auf die Verzeichnisse der verschiedenen Benutzer

Ein paar WICHTIGE Erläuterungen zu remove_kodi.bat:

  • zu Beginn wird ein ggf. bestehender Kodi-Prozess beendet
  • die Deinstallation von kodi über uninstall.exe mit Option /S wird durchgeführt (großes S !!!)
  • für alle Benutzerprofile auf dem PC werden die Konfigurationsdateien vom Kodi gelöscht
    Wer dies nicht möchte muss die Zeile:
    rmdir /S /Q „c:\users\%%a\AppData\Roaming\Kodi\“
    löschen oder REM zu Beginn der Zeile:
    rmdir /S /Q „c:\users\%%a\AppData\Roaming\Kodi\“
    schreiben.
    also: REM rmdir /S /Q „c:\users\%%a\AppData\Roaming\Kodi\“
    Bei falscher Anwendung und Anpassung dieser Zeile besteht die Möglichkeit von Datenverlust. Ggf. diese Zeile löschen!!!
  • es wird die Desktop-Verknüpfung von Kodi gelöscht
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MS-DOS mit Netzwerkunterstützung unter VM Ware und Zugriff auf Netzwerkfreigabe unter MS Windows Server 2012R2

Auch wenn es für viele in der heutigen Zeit nicht vorstellbar ist, kommen teilweise noch Systeme mit MS-DOS 6.22 und älter zum Einsatz.

In diesem Fall besteht die Notwendigkeit einen alten Server durch einen neuen mit MS Windows Server 2012R2 zu ersetzen. Dabei bleiben einige Systeme auf MS-DOS 6.22 erhalten.

Zum Test des Servers, dass auch Verbindungen von MS-DOS 6.22 auf diesen möglich sind, habe ich unter VM Ware Workstation MS-DOS 6.22 mit MS Network Client 3.0 installiert.

Wichtig war für mich, dass ich ein Produktivsystem nicht gefährde, bei dem nur noch bedingt Support möglich ist.

Ansonsten stammen meine Erfahren mit Netzwerk unter MS-DOS aus Kindheitstagen vor über 20 Jahren mit NE2000-kompatiblen Netzwerkkarten, um via Netzwerk gemeinsam spielen zu können. Die Speicherkonfiguration unter MS-DOS wurde damals exzessiv betrieben und die hier verwendeten Befehle sind ebenso im Gedächtnis eingebrannt.

Das Schöne unter MS-DOS ist, dass bereits durch Sicherung der Verzeichnisstruktur alle Treiber und Konfigurationsdateien für den Ernstfall vorliegen und auf Basis dieser kleinen Dokumentation ein System wiederhergestellt werden kann. Lediglich der Bedarf der passenden Treiberdiskette bei Tausch der Netzwerkkarte kann in Zukunft ein größeres Problem werden.

Vorbereitung Server:

Damit die Serverfreigaben von MS Windows Server 2012R2 mittels MS-DOS 6.22 genutzt werden können, müssen folgenden Maßnahmen am Server durchgeführt werden:

  • Aufruf der Management Console mittels Befehl mmc
  • Mit STRG + M rufen wir den Dialog zum Hinzufügen von Snap-Ins auf und wählen
    Richtlinien für Lokale Computer und schließen den Dialog
  • Wir wechseln nun im linken Dialog unter Konsolenstamm, Richtlinien für Lokale Computer -> Computerkonfiguration -> Windows-Einstellungen -> Sicherheitseinstellungen -> Lokale Richtlinien -> Sicherheitsoptionen und prüfen folgende Optionen, ob diese wie folgt gesetzt sind:
    • Microsoft-Netzwerk (Client): Kommunikation digital signieren (immer):
      -> Deaktiviert
    • Microsoft-Netzwerk (Client): Kommunikation digital signieren (wenn Server zustimmt):
      -> Deaktiviert
    • Microsoft-Netzwerk (Server): Kommunikation digital signieren (immer):
      -> Deaktiviert
    • Microsoft-Netzwerk (Server): Kommunikation digital signieren (wenn Client zustimmt):
      -> Deaktiviert
    • Netzwerksicherheit: Keine LAN Manager-Hashwerte für nächste Kennwortänderung speichern:
      -> Deaktiviert
    • Netzwerksicherheit: LAN Manager-Authentifizierungsebene:
      -> Nur NTLM Antworten senden

ms_windows_server_2012r2_netzwerksicherheit_msdos.jpg

  • Anschließend erstellen wir den lokalen Benutzer auf unserem Server und setzen das Passwort. Bei bestehenden Benutzern muss das bestehende Kennwort erneut gesetzt werden!
    Hinweis: Einfach erneut STRG + M und anschließend Lokale Benutzer und Gruppen auswählen
  • Anschließend richten wir auf dem Server eine Freigabe ein (es wird hierbei empfohlen kurze Freigabenamen zu verwenden) und erteilen dem lokalen Benutzer für das Verzeichnis der Freigabe mindestens Leserechte.
    Hinweis: Zur Auswahl den Suchpfad auf den Server setzen und nach dem vollständigen Benutzernamen suchen!

Vorbereitung VM und Installation MS-DOS 6.22:

Die Installation von MS-DOS 6.22 unter VMware Workstation ist nicht besonders schwierig. Zu beachten sind hierbei:

  • Zur Option Install from: wählen wir die Option: I will install the operating system later
  • Guest operation system: Other, Version MS-DOS
  • Bei Maximum disk size (GB): reichen bereits 0.02 GB
  • Im Dialog: Ready to Create Virtual Machine wählen wir Customize Hardware und wechseln unter Network Adapter die Option Network Connection zu Bridged
  • Im Dialog zur Hardware fügen wir zusätzlich Floppy Drive hinzu. Je nach Möglichkeit verwenden wir ein physisches Diskettenlaufwerk (gibt es noch mit USB) oder vorab erstellten Images von Disketten.

vmware_start_dialogvmware_newmachine_assistant01vmware_newmachine_assistant02vmware_newmachine_assistant03vmware_newmachine_assistant04vmware_newmachine_assistant05vmware_newmachine_assistant06vmware_newmachine_assistant07vmware_newmachine_assistant08vmware_newmachine_assistant09vmware_newmachine_assistant10vmware_newmachine_assistant11vmware_newmachine_assistant12vmware_newmachine_assistant13

Anschließend starten wir die vorbereitete VM. Wichtig ist natürlich die erste Diskette der drei Installationsdisketten von MS-DOS 6.22 in die VM einzubinden.

Als erstes wird die Festplatte zur Installation von MS-DOS 6.22 vorbereitet. Danach erfolgt ein erster Neustart. Danach startet der Installationsdialog für MS-DOS 6.22 und wir wechseln nach jeder Aufforderung die Disketten physisch oder wenn als Image mittels: Player -> Removable Devices -> Floppy -> Settings.
Hinweis: Mit STRG + ALT könnt ihr die VM „verlassen„.

vmware_msdos_install01vmware_msdos_install02vmware_msdos_install03vmware_msdos_install04vmware_msdos_install05vmware_msdos_install06vmware_msdos_install07vmware_msdos_install08vmware_msdos_install09vmware_msdos_install10

Nach der dritten Diskette entfernen wir diese und starten in der VM das System mittels STRG + ALT + Einfg neu:

vmware_msdos_running01

Für die Nicht-alten Hasen zur Nutzung von MS-DOS 6.22 ein paar Befehle als Beispiel:

Wechsel ins Unterverzeichnis net: cd net 
Editieren der Datei system.ini im aktuellen Verzeichnis: edit system.ini
Wechsel ins darüberliegende Verzeichnis: cd ..
Ausgabe der Hilfe von net start: net start /? | more
Erstellene eines Verzeichnis: mkdir disk1
Dateien von Disketten ins Verzeichnis c:\disk1 kopieren: copy a:\*.* c:\disk1\*.*
Alle Dateien im Verzeichnis mit Unterverzeichnisse auflisten und bei Bedarf pausieren: dir /s /p
Alle Dateien mit PWL als Dateiendung löschen: del *.PWL
Microsoft Diagnose-Program starten: msd
Schließen von Programmen - häufig: F3-Taste
Schließen von Programmen: STRG + C
Aufruf Tool zur Speicheroptimierung (unter vmware bitte nicht anwenden): memmaker
Alle Dateien ohne Dateiendung oder Verzeichnisse im aktuellen Verzeichnis auflisten: dir *.
Alle Dateien mit Dateiendung exe im aktuellen Verzeichnis auflisten: dir *.exe
Alle Dateien mit Dateiendung sy? im aktuellen Verzeichnis auflisten: dir *.sy*
Datei/Befehl setup.bat, setup.cmd oder setup.exe ausführen: setup
Wechsel zum Diskettenlaufwerk: a:
Wechsel zur Festplatte: c:

Vorbereitung Installation MS Network Client 3.0 und Treiber:

Der Treiber für die Netzwerkkarte kann von dieser Quelle:

http://support.amd.com/en-us/search/utilities

vmware_network_driver_download01

heruntergeladen werden. Alternativ gibt es den Treiber unter:

https://www.mpl.ch/t28213.html

Dateiname: dos_ibmados.exe, Bemerkung: NDIS2 driver for IBMADOS

Der Download von MS Network Client 3.0 ist hierbei etwas schwieriger, da die Download-Quellen kaum verfügbar sind:

ftp://ftp.microsoft.com/bussys/Clients/MSCLIENT/

herunterladen.

Alternativ als rar-gepackte Variante:

http://www.kompx.com/soft/dos/networking/msnc/3.0/msnc3.0.rar

oder auf den Installations-CDs von MS WindowsNT.

Als Ergebnis müssen zum Client folgende Dateien vorliegen:

  • DSK3-1.exe
  • DSK3-2.exe

Zur Nutzung dieser Dateien diese direkt auf Diskette schreiben oder mittels geeignetem Tool eine virtuelle Diskette erstellen und diese Dateien in das Image einbinden.

Hinweis: Bei der Variante mit virtuellen Disketten konnte ich das Shareware-Tool: WinImage erfolgreich testen (Download-Quelle: http://america.winimage.com/download.htm). Eine Alternative ist mir derzeit nicht bekannt.

Hinweis zur Verwendung von WinImage und dem Erstellen virtueller Disketten:

  • Diskettengröße setzen: Image -> Change format … -> 1.44 MB
  • Diskette als IMA speichern: File -> Save as -> Dateityp: Image file (*.ima)
  • Dateiendung anschließend von .ima zu .img ändern

Die zwei Dateien DSK3-1.exe und DSK3-2.exe habe ich anschließend zur Sicherstellung der Kompatibilität unter MS-DOS entpackt und erneut auf einzelne Disketten geschrieben (Hinweis: Option read-only in der VM für Disketten deaktivieren). Unter MS-DOS wurden hierzu die folgenden Befehle der Reihe nach ausgeführt:

c:
cd \
mkdir disk1
mkdir disk2
copy a:\dsk3-1.exe c:\disk1\*.*
copy a:\dsk3-2.exe c:\disk2\*.*
cd disk1
dsk3-1.exe
del dsk3-1.exe
format a:
copy c:\disk1\*.* a:\*.*

Neue Diskette einlegen/einbinden.

cd \
cd disk2
dsk3-2.exe
del dsk3-2.exe
format a:
copy c:\disk2\*.* a:\*.*

Bereinigen der Verzeichnisse:

c:
cd \
del disk1
del disk2
rmdir disk1
rmdir disk2

Neben den Disketten für MS Network Client 3.0 habe ich den Treiber entpackt und auf einer weiteren Diskette gespeichert.

 

Installation MS Network Client 3.0 und Treiber:

Jetzt erfolgt die Installation von MS Network Client und dem Treiber. Als erstes binden wir die erste Diskette für MS Network Client ein und starten das Setup mittels:

a:
setup

Das Standard-Ziel zur Installation bleibt c:\NET

vmware_msdos_msnetworkclient_installation01

Als Adapter wählen wir: *Network adapter not shown on list below

vmware_msdos_msnetworkclient_installation02

Jetzt legen wir die Diskette mit den Treiber-Dateien ein und bestätigen mit ENTER:

vmware_msdos_msnetworkclient_installation03

Anschließend wählen wir AMD Pcnet family Ethernet controllers:

vmware_msdos_msnetworkclient_installation04

Zur Abfrage bzgl. Performance wählen wir mittels ENTER die beste Performance.

vmware_msdos_msnetworkclient_installation05

Im darauffolgendem Fenster werden wir nach einem Benutzer gefragt, der neben Benutzername auch der Computername im Netzwerk für unser System wird:

vmware_msdos_msnetworkclient_installation06

Hier empfiehlt es sich den späteren Benutzernamen zum Zugriff auf die Freigabe zu verwenden. Der Benutzername sollte bereits jetzt nicht als Computername im Netzwerk vorliegen!

Nach diesem Vorgang müssen wir zunächst das Protokoll auf TCP/IP ändern. Hierzu wählen wir Change Network Configuration:

vmware_msdos_msnetworkclient_installation07

Im neuen Fenster gehen wir mittels Pfeiltasten auf Remove und wechseln anschließend mit einmaliger Verwendung der TAB-Taste in den oberen Bereich und wählen NWLink IPX Compatible Transport aus. Erneut ENTER:

vmware_msdos_msnetworkclient_installation08

Jetzt drücken wir ENTER und wählen im neuen Fenster Microsoft TCP/IP aus:

vmware_msdos_msnetworkclient_installation09

Anschließend bestätigen wir Network configuration is correct. und The listed options are correct.

vmware_msdos_msnetworkclient_installation10

vmware_msdos_msnetworkclient_installation11

Jetzt beginnt ein Diskettenwechsel-Marathon. Wir legen nun in folgender Reihenfolge die Disketten ein und bestätigen immer anschließend mit ENTER:

  • Diskette 1 MS Network Client 3.0
  • Diskette mit Netzwerktreiber
  • Diskette 2 MS Network Client 3.0
  • Diskette 1 MS Network Client 3.0

vmware_msdos_msnetworkclient_installation12

vmware_msdos_msnetworkclient_installation13

vmware_msdos_msnetworkclient_installation14

Anschließend entfernen wir die zuletzt verwendete Diskette und starten das System durch. Wir erhalten nach wenigen Sekunden:

vmware_msdos_network01

Wir sehen zunächst unsere MAC-Adresse im Netzwerk. Zusätzlich werden Benutzername und Passwort abgefragt. Anschließend besteht die Möglichkeit, das Passwort zu speichern. Hier ein kleiner Hinweis zur Passwortsicherheit: Bloß nicht Passwörter verwenden, die bereits verwendet werden und sogar kritisch sind. Die Passwortsicherheit unter MS-DOS geht für heutige Verhältnisse gegen null.

vmware_msdos_running02

Jetzt prüfen wir unser System. Als erstes können wir die bestehende Netzwerk-Adresse abfragen:

ipconfig c:\net

vmware_msdos_running03

Zur weiteren Verwendung und Konfiguration sehen wir uns die folgenden Dateien an:

edit c:\net\system.ini

vmware_msdos_running04

vmware_msdos_running05

Hinweis: Zur Navigation im Editor sind die Tasten ALT für Menüaufruf, ESC zum Schließen der Menüs und TAB zum Springen zwischen den Dialogen wichtig.

edit c:\net\protocol.ini

vmware_msdos_running06

edit c:\autoexec.bat

vmware_msdos_running07

Die folgenden Optionen in den drei Dateien sind für uns wichtig:

computername=
lanroot=C:\NET
username=
*Shares=
MSDOS=

Mit den drei ersten Optionen können wir den Computernamen für unseren MS-DOS-PC und den Standard-Benutzername zur Verwendung im Netzwerk steuern. lanroot ist zum Beispiel beim Abruf der IP-Adresse mittels ipconfig wichtig:

vmware_msdos_running08

Korrekt ist daher zur Verwendung: ipconfig c:\net

Mittels *Shares= und MSDOS=, bzw. BENUTZERNAME= erfolgt ein Verweis auf die Passwortlisten.

SubNetMask0=
IPAddress0=
DisableDHCP=

Mittels DisableDHCP=1 und korrekten Werten für IPAddress0 und SubNetMask0 kann eine feste IP-Adresse im Netzwerk vergeben werden.

c:\Net\net start

startet automatisch zum PC-Start den Netzwerkdienst und fragt immer die Verwendung des Benutzernamens und Passworts ab. Wer dies umgehen möchte und vereinfacht zum Start die Freigabe vom Server als Laufwerk einbinden möchte, kann die autoexec.bat wie folgt ändern:

vmware_msdos_running09Hinweis: IP-Adresse als Servername funktioniert nicht!

Nach erneutem Start des PCs sehen wir:

vmware_msdos_running10

… und können anschließend auf die Dateien auf unserem MS Windows Server 2012R2 zugreifen:

vmware_msdos_running12

 

Hilfestellung:

  • Wenn nach Abschluss der Installation erneut das Setup ausgeführt werden muss und ggf. die Meldung kommt, dass nicht ausreichend Speicher zur Verfügung steht, muss meist nur der Netzwerkdienst gestoppt werden:

    net stop
    
  • Wer nicht ausreichende Zugriffsrechte auf die Freigabe hat bekommt keinerlei Fehlermeldung. Die Freigabe wird erfolgreich mit dem Laufwerk unter DOS verbunden. Bei Prüfung sehen wir lediglich ein leeres Verzeichnis:
    vmware_msdos_NOerror
  • Wer versucht IP-Adressen direkt zu verwenden bekommt folgende Meldung:vmware_msdos_Error53
    Lösung ist die Verwendung des Namens zum PC. Wer zusätzlich Probleme mit DNS hat muss in der hosts die IP-Adresse des Ziels mit dem Namen zum Server entsprechend hinterlegen:

    edit c:\net\hosts

    vmware_msdos_hosts

  • Wer versucht eine nicht existierende Freigabe zu verbinden bekommt folgende Fehlermeldung:
    vmware_msdos_error67
  • Wer statt net use eine GUI verwenden möchte, kann dies mittels dem Befehl net machen:
    vmware_msdos_net_command

 

Meine Quellen, hilfreiche Befehlsreferenzen, genutzte Tools:

 

Citrix GoToMeeting-Probleme in einer gemischten Struktur mit Verwendung eines Proxy

Mittels Citrix GoToMeeting ist es möglich Meetings mit Bildübertragung durchzuführen. Leider ist durch ein automatisches Update, der Software unter MS Windows, die korrekte Nutzung über einen Proxy derzeit nicht möglich.

In Umgebungen, wo für einzelne PCs die direkte Nutzung ohne Proxy aktiviert wurde, ist es möglich ein erneutes Setzen der Proxy-Einstellungen via GPO zu verhindern. Jedoch kann es passieren dass die Proxy-Einstellungen über Benutzerprofile synchronisiert werden.

Zusätzlich übernimmt Mozilla Firefox sehr gerne die Proxy-Einstellungen vom Internet Explorer und auch Citrix GoToMeeting prüft zum Start auf vorhandenen Proxy-Einstellungen im Internet Explorer und Mozilla Firefox.

Im Ergebnis ist es sehr schwierig GoToMeeting mitzuteilen dass kein Proxy notwendig ist. Zur Lösung im Problemfall müssen per Hand die Prozesse von GoToMeeting (beginnend g2m*) beendet werden. Anschließend müssen die Proxy-Einstellungen in den Web Browsern deaktiviert werden. Zum Ende müssen noch die Registrierungswerte unterhalb HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Citrix gelöscht werden. Anschließend kann GoToMeeting gestartet werden.

Als Alternative habe ich hierzu folgendes Skript geschrieben, welches erfolgreich unter MS Windows 7 und MS Windows 10 getestet wurde. Dies kann entweder per Hand gestartet oder zur Benutzeranmeldung an bestimmten Systemen ausgeführt werden.

Hinweis: Zur Ausführung werden Mozilla Firefox und Internet Explorer automatisch beendet!

 

@echo off
SETLOCAL ENABLEEXTENSIONS
set killtasks=g2mcomm.exe g2mlauncher.exe g2mstart.exe iexplore.exe firefox.exe


:KILLTASKS

(for %%a in (%killtasks%) do (
 echo try: taskkill /IM %%a /F
 taskkill /IM %%a /F
 )
)

(for %%a in (%killtasks%) do (
 echo try: taskkill /IM %%a /F
 taskkill /IM %%a /F
 )
)


:INTERNETEXPLORER

REG ADD "HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings" /v "ProxyEnable" /t REG_DWORD /d "0" /f
REG DELETE "HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings" /v "ProxyOverride" /f
REG DELETE "HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings" /v "AutoConfigURL" /f
REG DELETE "HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings" /v "ProxyServer" /f


:FIREFOX

cd /D "%APPDATA%\Mozilla\Firefox\Profiles"
cd *.default*

set cd=%CD%
set file=%CD%\prefs.js

For /f "tokens=3 delims=." %%a in ('date /t') do (set sDateTime=%%a)
For /f "tokens=1-2 delims=." %%a in ('date /t') do (set sDateTime=%sDateTime:~0,4%_%%b_%%a)
For /f "tokens=1-2 delims=:" %%a in ('time /t') do (set sDateTime=%sDateTime%_%%a_%%b)

set backup=%CD%\prefs.js_%sDateTime%

if EXIST %file% ( copy %file% %backup% /Y )
if EXIST %backup% ( type %backup% | findstr /v "network.proxy" > %file% )

echo type %file% | findstr "network.proxy"
type %file% | findstr "network.proxy"
if %ERRORLEVEL% neq 0 ( echo user_pref^(^"network.proxy.type^", 0^); >> %file% )


:GOTOMEETING

Reg Delete "HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Citrix" /f


:END

 

Hinweis:

Die Prozesse werden bewusst doppelt beendet, da sie sich gegenseitig überwachen und teilweise erneut gestartet werden. Für mögliche Probleme beim Arbeiten mit der prefs.js vom Firefox, wird hier auf Basis von Datum und Uhrzeit eine Kopie verwendet, die nicht gelöscht wird. Sofern eine Löschung erfolgen soll, kann dies am Ende des Skript mittels:

del %backup%

erfolgen.

Wer lediglich eine Lösung zur Deaktivierung der Proxy-Einstellungen im Internet Explorer und Mozilla Firefox sucht, muss einfach nur die ersten zwei Zeilen plus die Zeilen nach :FIREFOX, bzw. :INTERNETEXPLORER verwenden.

 

 

 

Microsoft Windows Server 2012 Eval-Edition aktivieren

Zur Aktivierung einer Microsoft Windows Server 2012 Eval-Edition als Microsoft Windows Server 2012 Standard Edition müssen folgende Befehle ausgeführt werden.

Zunächst prüfen wir die bestehende Version mittels:

dism /online /get-currentedition

Als Ausgabe sollte mindestens folgende Information vorliegen:

Aktuelle Edition : ServerStandardEval

Um zu sehen, welche Editionen zur Umstellung zur Verfügung stehen, kann der folgende Befehl verwendet werden:

dism /online /get-targeteditions

Zur Festlegung der korrekten Edition wird der folgende Befehl mit dem korrekten Produktschlüssel benötigt:

dism /online /set-edition:ServerStandard /ProductKey:AAAAA-BBBBB-CCCCC-DDDDD-EEEEE /AcceptEula

Anschließend Server neustarten.

Nach dem Neustart mit dem Befehl

slui 4

die Installation mittels telefonischer Aktivierung aktivieren.

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