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August 2015

OpenMediaVault – Installationsprobleme mit Spiegelserver, GRUB und DNS, sowie Einrichtung E-Mail-Benachrichtung

Bei Einrichtung meines alten Selbstbau-NAS mit Intel Atom D510-Motherboard hatte ich das Problem, dass die Installation von OpenMediaVault immer fehlschlug. Trotz konfiguriertes Netzwerk zur Installation waren die Spiegelserver nicht erreichbar. Zusätzlich gab es Probleme bei der Ausführung mehrere Befehle.

OMV_Installprobleme_001

OMV_Installprobleme_002

Die Installation konnte zwar bis unmittelbar vor dem Einrichten des GRUB durchgeführt werden. Für die GRUB-Einrichtung werden jedoch Pakete zur Installation von OpenMediaVault benötigt, die zur Installation nachgeladen werden.

OMV_Installprobleme_003

 

Zur Lösung verwendete ich meine Festplatte in einen anderen PC bei Freunden. Die Installation konnte ohne Probleme durchgeführt werden. Anschließend wurde die Festplatte in meinem NAS eingebaut. Der Start war ohne Probleme möglich, jedoch mussten ein paar Probleme behoben werden.

Zusammenfassend für alle die den gleichen Lösungsweg nutzen wollen.

Einrichtung Netzwerk:

  • via root am System anmelden und omv-firstaid ausführen
  • Configure network interface durchführen

Anpassung DNS:

  • nano /etc/resolv.conf
  • Eintrag für nameserver auf IP des eigenen Routers ändern
  • Speichern und Schließen durch <STRG> + <o>, <ENTER>, <STRG> + <w>

Netzwerk starten:

  • /etc/init.d/networking start

Bei Verwendung eines Proxy zur Einrichtung, diesen in der /etc/apt/apt.conf anpassen oder mit # auskommentieren:

  • nano /etc/apt/apt.conf
    OMV_Installprobleme_004
  • Speichern und Schließen durch <STRG> + <o>, <ENTER>, <STRG> + <w>
  • Paketquellen neu einlesen
    apt-get update

Anschließend konnte ich die E-Mail-Benachrichtung via SMTP, über meinen E-Mail-Provider 1und1.de einrichten:

OMV_Installprobleme_005

Benutzername ist hierbei die eigene vollständige E-Mail-Adresse.

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Fire TV-Stick – Adventure-Klassiker mittels ScummVM spielen

Bereits in meinem ersten Blog-Eintrag Fire TV Stick zur Nutzung für eigene Bilder und private Videos einrichten habe ich bereits beschrieben, wie ich auf meinem Fire TV-Stick die App von Kodi.tv installiert habe. Dieser Artikel ist daher zum Teil Voraussetzung für diesen Eintrag.

Ich möchte beschreiben, wie mittels der ScummVM, unter Android und auch dem Fire TV-Stick, alte Klassiker wie Indiana Jones and the Fate of Atlantis, Kings Quest 1-6, Goblins, Quest for Glory und weitere gespielt werden können.

Ich verwende hierzu lediglich:

ScummVM unterstützt mittlerweile recht viele Point and Click-Adventure-Klassiker. Einige dieser Klassiger sind frei verfügbar. Andere unterliegen noch rechtlichen Bedingungen. Auf der Webseite von ScummVM liegt hierzu ein Artikel in englischer Sprache vor:

http://wiki.scummvm.org/index.php/Where_to_get_the_games

Zu diesem Eintrag verwende ich meine Originalinstallation von Indiana Jones and the Fate of Atlantis und den ersten Teil der Quest for Glory-Reihe, den ich bei gog.com als Teil der Reihe 1 bis 5 frisch gekauft habe.

Vorbereitung Installation:

  • Der Fire TV-Stick ist entsprechend konfiguriert, dass Anwendungen anderer Quelle, installiert werden können
  • Wir haben die IP-Adresse des Fire TV-Sticks ermittelt
  • Das Amazon FireTV Utility wurde heruntergeladen und entpackt. Aus dem Verzeichnis werden die Dateien
    • adb.exe
    • AdbWinApi.dll
    • AdbWinUsbApi.dll

    in ein geeignetes Verzeichnis kopiert. Ich verwende einen USB-Stick mit Verzeichnis Android und Laufwerksbuchstabe E:

  • Die Installationsdatei von ScummVM wird heruntergeladen und entpackt. Die apk-Datei verschieben wir auch in das Verzeichnis e:\android
  • Das Installationsverzeichnis von Indiana Jones and the Fate of Atlantis wird auch direkt in diesen Ordner kopiert

Durchführung der Installation:

  • In die Kommandozeile wechseln. Einfach Windows-Taste und r drücken, cmd eingeben und ENTER. Mein USB-Stick hat Laufwerksbuchstabe E.
  • Wir prüfen den Inhalt des Verzeichnisses auf dem Stick
    e:
    cd android
    dir
    FireTVStick_ScummVM_01
  • Mit dem Fire TV-Stick verbinden
    adb connect <IP-Adresse FireTV-Stick>
    und ScummVM installieren
    adb install -r scummvm.apk
    FireTVStick_ScummVM_02
  • Installationsverzeichnis prüfen
    adb shell ls -l /sdcard/scummvm/
    FireTVStick_ScummVM_03
  • Instalaltionsverzeichnis von Indiana Jones and the Fate of Atlantis ins Installationsverzeichnis kopieren
    adb push „Indiana Jones and the Fate of Atlantis“ /sdcard/scummvm/Indy4/
    FireTVStick_ScummVM_04
  • ScummVM starten
    Fire TV-Stick: Einstellungen -> Anwendungen -> Installierte Apps verwalten -> ScummVM auswählen -> App starten
    FireTVStick_ScummVM_05
  • Indiana Jones and the Fate of Atlantis als Spiel hinzufügen
    FireTVStick_ScummVM_06
    FireTVStick_ScummVM_07
    Sobald wir uns im Indy4-Verzeichnis befinden, einfach Auswählen wählen. Die Auswahl bezieht sich auf den Ordner und nicht einer Datei.
    FireTVStick_ScummVM_08
    Keine weiteren Anpassungen sind notwendig
    FireTVStick_ScummVM_09
  • Spiel starten (Doppelklick) – ca 20 Sekunden gedulden:
    FireTVStick_ScummVM_10
  • Indiana Jones and the Fate of Atlantis – Impressionen:
    FireTVStick_ScummVM_11
    FireTVStick_ScummVM_12
    FireTVStick_ScummVM_13
    Hinweis: Kämpfe waren auch mit der Fire TV-Fernbedienung möglich

Beispiel – Quest for Glory 1

  • Spiel bei gog.com gekauft
    FireTVStick_ScummVM_b_01
  • Nach dem Download unter Windows das Spiel installiert. Die Installation erfolgt dabei in C:\GOG Games
    FireTVStick_ScummVM_b_02
  • Ordner unterhalb c:\GOG Games (in diesem Fall waren die Unterordner nicht notwendig) nach e:\Android kopiert und anschließend Dateien auf Fire TV-Stick kopiert
    FireTVStick_ScummVM_b_03FireTVStick_ScummVM_b_04
  • Spiel in ScummVM hinzufügen und starten
    FireTVStick_ScummVM_b_05
    FireTVStick_ScummVM_b_06
    FireTVStick_ScummVM_b_07
    FireTVStick_ScummVM_b_08

Epilog:

Die Spiele, die auf der ScummVM-Webseite aufgeführt sind und sofern ich sie auch besitze, konnten bis dato von mir immer installiert werden. Bei Quest for Glory 1 müssen zu Beginn weitere Punkte auf die Eigenschaften seines Avatars verteilt werden. Ich konnte bis jetzt keine Lösung finden, dies durchzuführen. Das Spiel kann trotzdem gestartet werden. Sofern Texteingaben notwendig sind, ist dies ggf durch einen langen Druck an der Fernbedienung, mit dem drei Querbalken-Button, möglich.

Installation von x-rite i1 Display 2 / Eye One Display 2 unter Windows 10

Hinweis: Die Hersteller-Download-Quellen sind nicht mehr verfügbar. Am Ende, in den Kommentaren, befindet sich ein alternativer Download. Der Download erfolgt hierbei auf eigene Gefahr.

Zur Nutzung von Adobe Photoshop Lightroom und Adobe Photoshop als Creative Cloud Abonoment ist es essenziell, seine Bildschirme zum jeweils verwendeten PC zu kalibrieren. Ich nutze hierzu seit mehreren Jahren von x-rite Eye One Display 2. Unter Windows XP war die Installation immer problemlos. Unter Windows 7 war mir auf einem System die Installation nicht gelungen. Auch mehrere Versuche waren nicht erfolgreich. Vista und Windows 8 habe ich mich verweigert.

Die Installation unter Windows 10 Home ist mir ohne Probleme gelungen. Zuvor hatte ich in einem ältern Blog-Eintrag gelesen, dass zur Installation unter Windows 8 die Reihenfolge sehr wichtig ist. Hintergrund hierbei ist, dass mit der Installation der Software einige Treiber installiert werden, die nicht zu neueren Systemen kompatibel sind. Die spätere Installation der korrekten Treiber ist jedoch nicht erfolgreich.

Ich habe daher gemäß diesem Eintrag erst den Treiber und dann erst die Software installiert.

Treiber und Software habe ich direkt von der Produkt-Support-Seite https://www.xrite.com/i1display-2/support des Herstellers heruntergeladen.

Zusammenfassend meine Installation:

  • Treiber-Download: https://www.xrite.com/i1display-2/support/d768
  • Zip-Datei GMB_USB_v240.zip anschließend entpackt
  • rechte Maus-Taste auf das Windows-Start-Logo -> Geräte-Manager
    win10_i1display2_driverinstall_step01
  • Rechte Maus-Taste auf Eye-One display im Geräte-Manager und Treiber aktualisieren auswählen
    win10_i1display2_driverinstall_step02
  • Auf dem Computer nach Treibersoftware suchen? auswählen
    win10_i1display2_driverinstall_step03
  • Pfad zu den entpackten Dateien auswählen
    win10_i1display2_driverinstall_step04
  • Installieren
    win10_i1display2_driverinstall_step05
  • Installation war erfolgreich
    win10_i1display2_driverinstall_step06
  • Im Geräte-Manager, sehr weit unten, sollte das Gerät korrekt zu sehen sein.
    win10_i1display2_driverinstall_step07
  • Software-Download: https://www.xrite.com/i1display-2/support/d724
  • Anschließend die Installation mit der Datei i1Match_3.6.2_Win7.exe starten und die entprechenden Dialoge seitens Microsoft zur Anwendungsinstallation mit installieren und bei x-rite die Vorgaben bestätigen und die Lizenz akzeptieren.
    win10_i1display2_softwareinstall_step02 win10_i1display2_softwareinstall_step01
  • Anwendung starten
    win10_i1display2_softwareinstall_step03
  • … und eine erste Kalibirierung durchführen
    win10_i1display2_softwareinstall_step04

    win10_i1display2_softwareinstall_step06

 

Ermittlung von Seriennummern von Netzwerkdruckern via NMAP und SNMP (snmpwalk)

Mit Hilfe des Tools nmap ist ein gezielter Scan von vorliegenden Systemen im eigenen Netzwerk möglich. Zur Verbesserung der Geschwindkeit, werden die zu scannenden Ports auf die sinnvollen reduziert um anschließend nach erfolgter Filterung über eine SNMP-Abfrage und der OID: 1.3.6.1.2.1.43.5.1.1.17.1 die Seriennummer abzufragen.

Zur Nutzung dieses Beispiels verwende ich ein Linux mit Debian 6 und die Pakete für snmp und nmap. Die Installation erfolgte als root mit dem Befehl:

  • apt-get install nmap snmp

In diesem Beispiel wird als Voraussetzung eine gleiche Konfiguration der SNMP-Einstellungen am Drucker vorausgesetzt. Im Standard ist oft SNMP aktiviert, die verwendete Version ist meist 2c und der Community-Name ist public.

Von Druckern und teilweise Druckservern werden die folgenden Ports verwendet:

  • 515: LPR/LPD-Port – wird vorwiegend von älteren Druckermodellen verwendet
  • 631: IPP-Port – wird häufig von modernen und auf CUPS-basierenden Druckern verwendet
  • 9100: RAW-Port / direct-IP

Zur Ermittlung von Druckern und Druckserver kann nun der Befehl für ein Teilnetz (Beispiel: 192.168.12.1 bis 192.168.12.254) wie folgt verwendet werden:

nmap -p 515,631,9100 -oG - 192.168.12.0/24 | grep 'Ports:' | grep '631/open\|515/open\|9100/open'

verwendet werden. Die Ausgabe sieht ähnlich der folgenden aus:

  • Host: 192.168.12.10 ()     Ports: 515/open/tcp//printer///, 631/closed/tcp//ipp///, 9100/open/tcp//jetdirect///

Zum nmap-Befehl folgende Informationen:

  • -p 515,631,9100 legt die zu scannenden Ports fest
  • -oG steuert die Ausgabe zur späteren Nutzung von grep
  • 192.168.12.0/24 ist der scannende IP-Bereich. Kann hierbei auch mit Leerzeichen getrennt weitere IP-Bereiche umfassen oder auch einzelne IP-Adressen wie 192.168.12.10
  • | grep ‚Ports:‘ reduziert die Ausgabe auf die Zeilen auf den String Ports:
  • | grep ‚631/open\|515/open\|9100/open‘ reduziert die Ausgabe auf die Zeilen, wo mindesten einer der Ports verwendet wird. \| wird hierbei als logisches ODER verwendet.

In der aktuell bestehenden Variante werden jedoch auch Server mit den entsprechend verwendeten Ports aufgeführt. Zusätzlich sollen nur die IPs und auch nur in Frage kommende Drucker, ausgegeben werden. Zur Reduzierung hilft uns folgende Variante:

nmap -p 445,515,631,901,9100 -oG - 192.168.12.0/24 | grep 'Ports:' | grep -v '445/open' | grep -v '901/open' | grep '631/open\|515/open\|9100/open' | awk '{print $2}'

Die zusätzlichen Ports sind:

  • 445: microsoft-ds
  • 901: samba-swat

Durch | grep -v ‚139/open‘ | grep -v ‚445/open‘ | grep -v ‚901/open‘ wird die Ausgabe um die Systeme reduziert, die mindestens einen der entsprechende Ports aktiv haben. Mit | awk ‚{print $2}‘ wird die Ausgabe auf die IP reduziert.

Damit jetzt die Seriennummer gelesen wird, müssen wir für die jeweils ausgegebene IP den Befehl für den snmpwalk wie folgt verwenden:

snmpwalk -c public -v 2c 192.168.12.10 iso.3.6.1.2.1.43.5.1.1.17.1
Als Ergebnis erhalten wir ähnlich folgende Zeile
iso.3.6.1.2.1.43.5.1.1.17.1 = STRING: "39127xxxxx"

Unter Vorgabe, dass das Ergebnis lesbar ist, soll nur noch die Seriennummer ohne die Anführungszeichen, ausgegeben werden.

snmpwalk -c public -v 2c 192.168.12.10 iso.3.6.1.2.1.43.5.1.1.17.1 | awk '{print $4}' | sed 's/^"\(.*\)"$/\1/'

Ergebnis:

39127xxxxx

Zum snmpwalk-Befehl folgende Informationen:

  • -c: Namen der Community
  • -v: die zu verwendente Version (1, 2c, 3 …)
  • die IP-Adresse und die entsprechende OID für die Seriennummer

Mit | awk ‚{print $4}‘ wird die Ausgabe auf die Seriennummer in Anführungszeichen reduziert und mit | sed ’s/^“\(.*\)“$/\1/‘ werden das erste und letzte Anführungszeichen entfernt.

Jetzt noch alles in einen Befehl übergeben:

nmap -p 445,515,631,901,9100 -oG - 192.168.12.0/24 | grep 'Ports:' | grep -v '445/open' | grep -v '901/open' | grep '631/open\|515/open\|9100/open' | awk '{print $2}' | xargs -i@ snmpwalk -c public -v 2c @ iso.3.6.1.2.1.43.5.1.1.17.1 | awk '{print $4}' | sed 's/^"\(.*\)"$/\1/'

Mit xargs wird die Ausgabe an einen weiteren Befehl übergeben. Die Besonderheit ist jetzt, dass beim Befehl snmpwalk die Position für die IP nicht am Ende des Befehls angefügt wird. Daher muss die Ausgabe im nachfolgenden Befehl festgelegt werden. Dies erfolgt durch den xargs-Parameter: -i und dem Platzhalter @:

... | xargs -i@ snmpwalk -c public -v 2c @ iso.3.6.1.2.1.43.5.1.1.17.1

Epilog:

Durch den hier aufgeführten Befehl ist es für mich, über mehrere Standorte und durch Verwendung von mehreren Teilnetzwerken im Befehl, möglich, von sehr vielen Druckern die Seriennummern zu erfassen. Natürlich gibt es auch hier Abweichungen, die jedoch, bei abweichender Community und/oder Version erneut nach Befehlsanpassungen und der gezielten Ausgabe in eine Datei, ich die Werte ohne Probleme vereinen kann. Bei Druckern mit fehlender Unterstützung gibt es ggf. die Möglichkeit via wget und der entsprechenden Drucker-Seite, die Seriennummer zu erfassen. Bei ggf abweichender OID für die Seriennummer, was mir derzeit nicht bekannt ist, kann am Beispiel mit bekannter Seriennummer, Community-Name und SNMP-Version die OID wie folgt ermittelt werden:

snmpwalk -c public -v 2c 192.168.12.10 | grep '39127xxxxx'
Ergebnis: iso.3.6.1.2.1.43.5.1.1.17.1 = STRING: "39127xxxxx"

Zusätzlich kann es vorkommen, dass die Ausgabe von nmap, mit mehr als 1024 abgefragten Elementen, nicht vollständig ist. Hier hilft ggf folgende Lösung:

sh -c 'echo 4096 > /proc/sys/net/ipv4/neigh/default/gc_thresh3'

Die Verwendung dieses Befehls erfolgt auf eigene Gefahr!

Nachtrag:

Nach einer Vielzahl von Tests habe ich den Befehl zu folgenden verändert.

nmap -p 445,515,631,901,5900,6000,9100,10010 -oG - 192.168.12.0/24 | grep 'Ports:' | grep -v '445/open' | grep -v '901/open' | grep -v '6000/open' | grep -v '5900/open' | grep -v '10010/open'| grep '631/open\|515/open\|9100/open' | awk '{print $2}' | xargs -i@ snmpwalk -c public -v 2c @ iso.3.6.1.2.1.43.5.1.1.17.1 | awk '{print $4}' | sed 's/^"\(.*\)"$/\1/'

Folgende OIDs enthalten je nach Hersteller die Information für die Seriennummer (ggf unvollständig):

  • iso.3.6.1.2.1.43.5.1.1.17.1
  • iso.3.6.1.4.1.1248.1.2.2.1.1.1.5.1
  • iso.3.6.1.4.1.2435.2.3.9.4.2.1.5.5.1.0
  • iso.3.6.1.4.1.2001.1.1.1.1.11.1.10.45.0

Clonezilla – Notebook-Image mit 320GB HDD auf 250GB schreiben

Beim Wechsel meines verwendeten Betriebssystem von Windows 7 auf Windows 10 hatte ich mich für die Variante entschieden, meine bestehende interne Festplatte mit 1TB (keine SSD) mit einer Samsung EVO 850 SSD mit 250GB zu tauschen. Da ich früher bereits Probleme hatte, mein Windows 7 auf der 1TB zu installieren (abweichende Hardware) hatte ich ein Abbild der damals 320GB großen Festplatte mit Clonezilla erstellt und auf meinem NAS gesichert.

Auch wenn es im Expert-Modus von Clonezilla die Option bei der Wiederherstellung gibt, dass die Größe ignoriert wird, meldete immer das dabei verwendete Tool partclone, dass die Option -C verwendet werden muss. Hier ist jedoch das Problem, dass Clonezilla selber eine entsprechende Option zur Auswahl bietet, jedoch eine andere Funktion hat und mir keine Variante bekannt ist, die notwendige Option partclone  mitzuteilen.

Nach mehreren Versuchen hatte ich es dann geschafft Windows 7 auf meiner SSD zu verwenden. Ich konnte sogar den Upgrade auf Windows 10 durchführen. Jedoch beim Versuch die Platte im neuen Zustand via Clonezilla zu sichern war mir dies nicht möglich. Auch ein Zugriff via mount unter Linux, auf die verkleinerte Partition, war nicht möglich. Tools wie gparted konnten mir auch nicht helfen. Ebenso chkdsk von WIndows zum Start hatten direkt zum Beginn abgebrochen. Am Ende war die Lösung ein simpler kleiner Befehl ntfsfix (siehe Phase 5)

HINWEIS: Der hier aufgezeigte Lösungsweg bezieht sich auf meine Variante. Ich übernehme keine Haftung, wenn mein Lösungsweg, zu Problemen führt. Es empfiehlt sich, nicht benötigte Festplatten, während des Vorgangs, auszubauen. Auch nicht benötigte USB-Datenträger (ggf. sogar Surfsticks, mp3-Player mit Datenpartition) sollten entfernt werden. Der Aufwand bei einem Fehler, den Zugriff auf alte Daten wiederherzustellen, sofern es möglich ist, kann sehr groß werden.

Erfahrungen mit Clonezilla und der Arbeit am Dateisystem unter Linux müssen vorliegen.

Jetzt geht es los …

Da ich an meinem Notebook keine Festplatte habe, habe ich die letzte Stable Version von http://clonezilla.org/downloads.php heruntergeladen und mittels Unetbootin http://unetbootin.github.io/ einen Boot-fähigen USB-Stick erstellt.

Die Daten für mein altes Festplatten-Image befinden sich auf einem NAS, in einer Windows-Freigabe und mein Notebook ist via Netzwerkkabel angebunden. Das Festplatten-Image wird für Anwender von Clonezilla als ein Objekt angezeigt, ist jedoch in Wirklichkeit ein Ordner mit mehreren Dateien.

Phase 1: Zugriff auf das Image vorbereiten
  • Von Clonezilla booten
  • korrekte Sprache und Tastatur auswählen
  • Start_Clonezilla
  • device_image
  • Samba_server
  • dhcp
  • IP vom NAS eingeben
  • Domäne leer lassen
  • Benutzer zum Zugriff auf die Freigabe eingeben
  • Freigabe festlegen: /<freigabe>
  • auto
  • Kennwort zum Zugriff auf die Freigabe eingeben (jetzt bloß nicht vertippen, sonst alles von vorne)
  • Expert
  • restoredisk
  • Image auswählen
  • Platte auswählen
  • <enter>
  • -k2 als Option wählen
  • – true als Option wählen
  • 2x mit <y> Bestätigen
  • <enter>
  • cmd auswählen
  • root werden: sudo -s
Hinweis: Beim direkten Zugriff zu Beginn auf die Kommandozeile müssen Netzwerk etc manuell aktiviert werden. Die beschriebene Variante erledigt alles.
Phase 2: Übernahme des MBR (Master Boot Record) vom Image und Vorbereitung zur Erstellung der Partitionen
  • über die Kommandozeile in das Verzeichnis mit dem Image wechseln
    cd /home/partimag/<Order-Name des Abbilds>
    Hinweis: ggf mit 2xTabulator-Taste direkt nach cd /home/partimag/ alle verfügbaren Ordner anzeigen lassen.
  • Ausgabe der früheren Aufteilung der größeren Festplatte
    cat sda-pt.parted

BILD SDA-PT.PARTED

  • Die Start und End-Werte aller Zeilen dokumentieren. Zusätzlich die Zeile ermitteln, wo in der Spalte Flags „boot“ aufgeführt wird.
  • Ermitteln, wie die neue Platte im System verfügbar ist
    fdisk -l
    Hinweis: In meinem Fall /dev/sdaBILD FDISK-L_StartWICHTIGER HINWEIS: Sollte /dev/sda bei Euch eine andere Festplatte etc sein, müsst Ihr zur Eingabe verdammt aufpassen, wenn Ihr meinem Lösungsweg folgt!
  • Schreiben des MBR vom Image
    dd if=sda-mbr of=/dev/sda bs=446 count=1

Phase 3: Partitionierung neu erstellen

In meinem Fall habe ich drei Partitionen. Die erste ist die Wiederherstellungspartition. Die zweite ist die Boot-Partition, die den Aufruf zur dritten steuert. Die dritte Partition ist mein Windows 7, wo die Partition im Image größer ist, als auf der SSD möglich. Alle Partitionen sind NTFS.

  • mittels fdisk die Partitionierung neu erstellen
    fdisk /dev/sda
  • erste Partition erstellen
    <n>
    <p>
    <1>
    <enter>
    <End-Wert der ersten Zeile eingeben><enter>
    <t>
    87<enter>
    Hinweis: 87 steht hier für NTFS
  • zweite Partition erstellen
    <n>
    <p>
    <2>
    <enter>
    <End-Wert der zweiten Zeile eingeben><enter>
    <t>
    <enter>
    87<enter>
  • dritte Partition erstellen
    <n>
    <p>
    <3>
    <enter>
    <enter>
    <t>
    <enter>
    87<enter>
  • Kontrolle
    <p>
  • Boot-Flag setzen
    <a>
    <Zeilennummer eingeben, die den Boot-Flag hatte>
    Hinweis: Diese Option schaltet das Boot-Flag lediglich um (an oder aus). Doppelt hält hier nicht besser.
  • Kontrolle
    <p>
  • Speichern und Beenden
    <w>
  • erneut prüfen
    fdisk -l /dev/sda

Phase 4: Partitionen ohne Größen-Anpassung vom Image in die Partitionen schreiben

  • 1. Partition
    cat sda1.ntfs-ptcl-img.gz.a* | gunzip -c | partclone.restore -d -s – -o /dev/sda1
    Hinweis – einfacher geht es so: cat sda1<Tabulator>* | gunzip -c | partclone.restore -d -s – -o /dev/sda1
  • 2. Partition
    cat sda2.ntfs-ptcl-img.gz.a* | gunzip -c | partclone.restore -d -s – -o /dev/sda2

Phase 5: Partition mit Größen-Anpassung vom Image in die Partitionen schreiben

  • cat sda3.ntfs-ptcl-img.gz.a* | gunzip -c | partclone.restore -d -s – -o /dev/sda3 -C
    Hinweis: das -C ist entscheidend
  • Mount-Test durchführen
    mount -t „ntfs-3g“ /dev/sda3 /media/
    Hier sollte eine Fehlermeldung, ähnlich der folgenden, erscheinen:
  • Korrektur der NTFS-Größe
    ntfsfix /dev/sda3
  • Mount-Test durchführen
    mount -t „ntfs-3g“ /dev/sda3 /mnt/
    cd /mnt/
    ls -l
    Jetzt sollten die Daten zu sehen sein.

Phase 6: System neu starten

  • System neu starten, ggf. dabei die Boot-Reihenfolge korrigieren
    Hinweis: Windows 7 wird mit hoher Wahrscheinlichkeit den Datenträger auf Konsistenz prüfen.

 

Epilog

Nach vielen Stunden und versuchen, mehrfacher Wiederherstellung und Erkenntnissen war es geschafft. Da der Befehl ntfsfix bei keinem Forum von Clonezilla je genannt wurde, bzw. ich auf der falschen Fährte war, hatte ich zunächst gedacht, dass ich die Dateien vom Image anpassen muss. Jedoch keine Variante funktionierte. Es bedarf lediglich der Option -C mit partclone.restore bei der Erzeugung der neuen, jedoch kleineren Partition und dem ntfsfix. Der Paramater -icds im Experten-Modus von Clonezilla hatte noch nie funktioniert. Ich arbeite mit dem Tool bestimmt an die zehn Jahre. Auf Arbeit wurden einfach größere Platten zur Lösung verwendet.

Geholfen haben mir die folgenden Seiten (Stand August 2015):

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